Rage against Racism 2006
Und wie auch im Jahr zuvor, muss ich ein paar Tage vorher anfangen. So ist es ja nun mal aktuell so, das die WM in Deutschland gastiert, was gleichzeitig auch bedeutet das an den Fußball Abenden mal das eine oder andere Bierchen getrunken wird. Doch dann kam dieser eine ganz besondere Fußballabend, um genau zu sein der 16.06.06. Da hatte Micha zu einer Fußballparty geladen, Keili wollte einen kasten auf seinen bereits verstrichenen Geburtstag ausgeben, nu ja. Klingt nach einem normalen Einstieg ins Wochenende.
Falsch gedacht. Denn so rappelvoll war es selbst bei den bisher härtesten Feten in der WG nicht. Sogar Schweden waren zu Gast und ich will echt nicht wissen wieviele Leute es waren, aber letztendlich gingen 10 Kästen Bier über den Jordan und womöglich noch anderes Gesöff. Na lustig wars auf jeden Fall, es wurde viel gesungen (54, 74, 90, 2006…) viel Gesprungen und öhm ja…gesoffen halt. Das der Plan es vorsah das ich am nächsten Tag zum RaR wollte, war mir dann irgendwann um 7 Uhr morgends auch entfallen, denn das Aufräumen war hart genug.
endlich, es muss mindestens halb 8 gewesen sein, lag ich dann auch in den Federn. Bis es dann an meiner Tür klopfte und Volker mich angrinste: “Thorsten ist am Telefon, der will wissen wann es los geht!” “Is mir scheiß egal, der soll abhauen.” (Kater sei dank). Gute 2 Minuten später “Thorsten ruft dich gleich auf dem Handy an!” “Mir egal, soll er machen, ist eh aus.” umgedreht, weiter gepennt. Aber nicht lange (zumindest gefühlt nicht lange). Denn schon wieder flog die Tür auf und ein Jemand..Suff aus den äuglein reiben..ah Thorsten..steht im Zimmer mit 2 Flaschen Bier.
Tja da hieß es dann raus aus den Federn. Es war grob 13:30 Uhr, na schönen Dank auch. Mit viel Gebrummel Meinerseits, dem ersten Bier, nem kleinen Frühstücl bei McDoof (Cheese + Chicken Burger) ging es dann also auf nach Duisburg.
Nach grob 45min. Fahrt, zahllosen Versuchen die anderen Saufziegen aus den Federn zu klingeln und weiterem Gemaule “Aua mein Kopf” “Mist warum haben wir kein Bier mehr”, erreichten wir dann das bereits gut gefüllte Festival Gelände, gerade noch um den restlichen Auftritt von Synasthasia zu sehen. Auf der Bühne tummelten sich schon mehr Leute als eigentlich drauf passten, Schunke (Vocals) zeigte der starhlenden Sonne seinen Arsch und wir machten uns heran ans Bier.
Ein herrlicher sonniger, Bier und Wurst in der Hand, so lagen wir auf der Wiese, trafen Teile der angereisten Metalius Crew (Jana, Andi und..hab ich vergessen, Sebastian glaube ich). Von den Bands her gingen wir dieses Mal nicht davon aus das etwas für uns dabei seien würde, wurden aber dennoch positiv überrascht. Ravage gingen richtig gut ab, die Feuerwehr duschte und gehörig naß, was in Anbetracht der Hitze aber nicht sonderlich schlimm war und man konnte erneut feststellen: endlich wieder normale Leute. Ein gelungener Start in den Festival Sommer.
Dynamite Kiss, wie auch Synasthasia bekannt vom letzten jahr, boten netten Punk-Rock-Metal Krams, der zwar nicht ganz mein Ding ist, aber der Klassiker Gina Wild war dann auf jeden Fall spitze. Und wieder stand die Bühne voller Menschen. Hatefactor gaben auch ganz gut auf die Zwölf, Motorjesus waren so am Rande ganz ok, aber es gab halt Bier und noch ein weiteres Würstchen um das wir uns kümmern mussten. Denn wenn ein Festival schon für lau ist, dann muss man die Kasse ja anders füllen.
Dann kam etwas, mit dm wir beide wohl im Leben nicht gerechnet hätten. Von Goddess of Desire war vorher nur bekannt das es elendige Poser aus Holland sind. Aber hätte man uns gesagt das es so verdammt gute Poser sind, die wohl ebenso Spaß machen wie Manowar, dann hätten wir es nicht geglaubt. Die Party vor der Bühne war aber einfach nur geil, die Band bot zwar weder Black noch Death noch Grindcore, aber es war trotzdem wunderbare Musik. Die Jungs auf der Bühne waren wirklich Poser vor dem Herrn, die “true Goddess of Desire” (laut Bandhomepage), diesmal sogar in doppelter Ausführung trat zunächst im strengen Lehrerinnen Outfit auf und entkleidete sich mehr und mehr.
Es gab noch kleine Pyro Effekte und ne Feuerspuck Einlage der bis auf wenige Kleidungsstücke (aber noch jugendfrei) entkleideten Dame (hier wieder nur alleine), so dass man im Endeffekt nur sagen kann: Danke Mondo das du mich aus dem Bett geschmissen hast. Die hätte ich echt ungern verpasst.
Da mit Elvenking dann nur noch Power Metal an stand, den wir uns wirklich nicht mehr gönnen wollten ging es dann auf den Heimweg. Am Bahnhof ergatterte Thorsten noch den wichtigen Hinweis wo es ein “The Good, The Bad, The Ugly” Shirt zu kaufen gibt und wir kehrten glücklich, zu frieden und wohl auch wieder gut voll nach Dortmund zurück. Dort gings dann noch ins Church, noch ein Bierchen mehr trinken, das letze Geld verprassen (also mein Plan war das nicht) und dann ab nach Hause.
Am nächsten Morgen gings mir, im Gegensatz zum halben Samstag dann wieder prächtig, nur Thorsten wußte davon zu berichten, das er ein paar Gebete an den Porzellangott geschickt hat. Nu ja, man kann ja nicht alles haben. In diesem Sinne, hoffentlich bis zum nächsten Jahr RaR.
Wer wissen will was er verpasst hat, erste Bilder gibts hier und ein kleines Goddess of Desire Special hier.